Ghosting im Bewerbungsprozess: Warum Bewerbende plötzlich verschwinden – und wie du es verhinderst
Vielleicht hast du das auch schon erleben müssen: Ein Kandidat oder eine Kandidatin scheint perfekt zu passen, das Bewerbungsgespräch lief vielversprechend – und dann? Funkstille. Keine Antwort mehr auf E-Mails, keine Rückrufe, nichts. Willkommen in der Welt des Ghostings im Bewerbungsprozess. Aber warum passiert das, und wie kannst du es verhindern?
Warum ghosten Bewerbende Unternehmen?
Fehlende emotionale Bindung: Kein echter Bezug zum Unternehmen, keine Verpflichtung, sich zurückzumelden.
Bessere Angebote: Wer mehrere Jobangebote hat, entscheidet sich oft kurzfristig um.
Schlechter Bewerbungsprozess: Langwierige Verfahren oder mangelnde Kommunikation schrecken ab.
Unsicherheiten oder Zweifel: Falls das Bauchgefühl nicht stimmt, wird der einfache Weg gewählt: nicht mehr reagieren.
Fehlende Wertschätzung: Kandidaten fühlen sich nicht respektiert oder hatten eine schlechte Erfahrung im Prozess.
Die Gründe für Ghosting sind vielseitig, aber oft liegt es nicht nur an den Bewerbenden selbst. Unternehmen haben einen großen Einfluss darauf, ob jemand abspringt oder sich sicher genug fühlt, um offen zu kommunizieren.
Wie du Ghosting in deinem Recruiting-Prozess reduzierst
Klare Kommunikation von Anfang an: Bewerbende müssen wissen, was sie erwartet – Transparenz schafft Vertrauen.
Schnelligkeit zählt: Lange Wartezeiten führen dazu, dass sich Kandidaten anderweitig orientieren.
Persönlicher Kontakt statt Standardmails: Authentische Gespräche und echte Verbindungen minimieren Absprünge.
Wertschätzung zeigen: Ein einfacher Anruf nach dem Gespräch oder eine wertschätzende E-Mail kann den Unterschied machen.
Feedback-Kultur etablieren: Falls Bewerbende abspringen, frage nach dem Warum – so kannst du deinen Prozess optimieren.
Bewerbende ghosten oft, weil sie sich nicht wertgeschätzt oder unsicher fühlen. Unternehmen, die hier aktiv gegensteuern, haben deutlich höhere Abschlussquoten.
Wie wichtig ist es dir die offene Stelle zu besetzen? Finde Bewerbende, die zu den Unternehmenswerten passen und verliere keine Zeit.
Praxisbeispiel: Wie ein Unternehmen Ghosting drastisch reduzierte
Ein mittelständisches IT-Unternehmen hatte eine Ghosting-Rate von über 30 % – jede dritte Bewerbung verlief im Sande. Durch die Umstellung auf einen schnelleren Bewerbungsprozess (maximal fünf Tage bis zur finalen Entscheidung) und regelmäßige persönliche Updates an Bewerbende sank die Absprungrate auf unter 10 %. Die Kandidaten fühlten sich wertgeschätzt, ernst genommen und hatten weniger Zeit, sich für Alternativen zu entscheiden.
Unsere Lösung: Automatisierung gegen Ghosting
Um das Problem aktiv anzugehen, haben wir eine smarte Lösung in unser Bewerbungsverfahren integriert. Bewerbende erhalten automatisierte Mails, die sie kontinuierlich über den aktuellen Status informieren. Unsere intuitive Dashboard-Bedienung ermöglicht es, diesen Prozess nahtlos und ohne zusätzlichen manuellen Aufwand abzuwickeln. So bleiben die Bewerbende stets eingebunden und fühlen sich gut betreut – was die Absprungrate erheblich reduziert. Allerdings befreit dich eine Automatisierung nicht davon auch aktiv zu werden.
Ghosting ist also keine Einbahnstraße
Ghosting ist für Unternehmen frustrierend, aber es gibt Wege, es zu reduzieren. Wer als Arbeitgeber klar kommuniziert, Wertschätzung zeigt und schnelle Entscheidungen trifft, schafft eine Umgebung, in der Bewerbende sich sicher fühlen. Am Ende zählt nicht nur die Frage, warum Bewerbende ghosten – sondern auch, was du als Unternehmen dagegen tun kannst.
Hast du Ghosting im Recruiting schon erlebt? Welche Strategien haben bei dir funktioniert?