Warum Mitarbeiter länger bleiben, wenn sie intern wechseln dürfen
Interne Karriereentwicklung als Schlüssel zur Mitarbeiterbindung
Viele Unternehmen konzentrieren sich darauf, neue Talente zu gewinnen, doch oft übersehen sie das Potenzial ihrer bestehenden Mitarbeitenden. Ein häufiger Grund für Kündigungen ist fehlende Entwicklungsperspektive. Wer das Gefühl hat, auf der Stelle zu treten, orientiert sich schnell extern – selbst wenn das Unternehmen eigentlich ein attraktiver Arbeitgeber ist.
Die Lösung? Gezielte interne Karrieremöglichkeiten. Wenn Mitarbeitende die Chance haben, sich intern weiterzuentwickeln oder in neue Rollen zu wechseln, erhöht das nicht nur die Zufriedenheit, sondern reduziert auch die Fluktuation drastisch. In diesem Artikel erfährst du, warum interne Wechsel für Unternehmen essenziell sind und wie du sie erfolgreich implementierst.
Die unterschätzte Kraft interner Karrieremöglichkeiten
Viele Unternehmen betrachten interne Wechsel als Ausnahmefall oder reagieren nur, wenn ein Mitarbeitender selbst aktiv wird. Doch wenn Unternehmen proaktiv interne Karrieremöglichkeiten fördern, profitieren sie auf mehreren Ebenen:
1. Höhere Mitarbeiterbindung
Mitarbeitende fühlen sich wertgeschätzt, wenn ihnen langfristige Perspektiven geboten werden.
Ein interner Wechsel zeigt, dass das Unternehmen in seine Mitarbeitenden investiert.
Mitarbeitende, die intern wechseln dürfen, identifizieren sich oft stärker mit dem Unternehmen.
Beispiel: Ein Unternehmen aus der Automobilbranche führte ein internes Talentförderungsprogramm ein. Mitarbeitende, die ursprünglich als Sachbearbeiter starteten, konnten sich gezielt für interne Managementpositionen weiterbilden. Das Ergebnis? 75 % der geförderten Talente blieben langfristig im Unternehmen.
2. Geringere Fluktuationskosten
Jede Kündigung kostet Geld: Neueinstellungen, Einarbeitung und Wissensverlust sind teuer.
Interne Wechsel reduzieren diese Kosten erheblich, da bestehende Mitarbeitende das Unternehmen bereits kennen.
Arbeitgeber sparen sich teure Recruiting-Kampagnen für externe Fachkräfte.
Beispiel: Ein IT-Dienstleister stellte fest, dass viele Mitarbeitende nach zwei Jahren das Unternehmen verließen. Durch gezielte Umschulungen von IT-Administratoren zu IT-Projektmanagern konnte das Unternehmen die Abwanderung um 40 % senken.
3. Bessere Unternehmenskultur
Unternehmen, die interne Entwicklung fördern, gelten als attraktive Arbeitgeber.
Mitarbeitende empfehlen das Unternehmen eher weiter, wenn sie dort wachsen können.
Ein Unternehmen, das interne Karrieren fördert, signalisiert: "Wir glauben an unsere Leute!"
Beispiel: Ein mittelständisches Handelsunternehmen führte regelmäßige interne Karrieretage ein. Mitarbeitende konnten sich über offene Stellen und Weiterbildungen informieren. Innerhalb eines Jahres stieg die interne Mobilität um 30 %.
4. Schnellere Besetzung offener Stellen
Statt langwieriger externer Recruiting-Prozesse können Unternehmen Talente aus den eigenen Reihen befördern.
Mitarbeitende bringen bereits unternehmensspezifisches Wissen mit und benötigen weniger Einarbeitung.
Interne Stellenbesetzungen fördern eine dynamische Weiterentwicklung der Belegschaft.
Beispiel: Ein Logistikunternehmen hatte Schwierigkeiten, neue Führungskräfte zu finden. Durch ein internes Förderprogramm, das gezielt Mitarbeitende aus dem operativen Bereich auf Managementrollen vorbereitete, konnten offene Positionen deutlich schneller besetzt werden.
Wie Unternehmen durch gezielte Entwicklung Mitarbeiterfluktuation senken
1. Karrierewege klar definieren
Transparente Entwicklungspfade helfen Mitarbeitenden, ihre Zukunft im Unternehmen zu planen.
Führungskräfte sollten regelmäßig mit Mitarbeitenden über Entwicklungsmöglichkeiten sprechen.
Ein internes Karriereportal mit offenen Stellen und Entwicklungsmöglichkeiten schafft Transparenz.
Beispiel: Ein IT-Unternehmen entwickelte eine digitale Plattform, auf der Mitarbeitende sich für interne Stellen bewerben konnten. Dies führte zu einer signifikanten Reduktion von externen Kündigungen.
2. Interne Stellenausschreibungen priorisieren
Viele Unternehmen suchen extern, ohne zu prüfen, ob es bereits interne Talente gibt.
Alle offenen Stellen sollten zuerst intern ausgeschrieben werden, bevor sie extern veröffentlicht werden.
Mitarbeitende sollten aktiv ermutigt werden, sich intern zu bewerben.
Beispiel: Eine Bank führte verpflichtende interne Stellenausschreibungen ein, bevor Positionen extern ausgeschrieben wurden. Innerhalb eines Jahres stieg die interne Besetzungsrate von 20 % auf 55 %.
3. Fortbildungen und Schulungen anbieten
Weiterbildung ist der Schlüssel zu internen Karriereschritten.
Unternehmen sollten Programme zur Umschulung und Weiterbildung finanzieren.
Führungskräfte können als Mentoren fungieren und Talente gezielt fördern.
4. Führungskräfte in interne Talentförderung einbinden
Führungskräfte müssen als Förderer und nicht als „Talent-Blocker“ agieren.
Regelmäßige Entwicklungsgespräche helfen dabei, interne Potenziale frühzeitig zu erkennen.
Anreize für Führungskräfte schaffen, wenn sie Talente weiterentwickeln.
5. Mentoring-Programme einführen
Mitarbeitende können von erfahrenen Kollegen lernen und gezielt gefördert werden.
Mentoren helfen neuen Talenten, schneller in neue Rollen hineinzuwachsen.
Eine enge Betreuung durch erfahrene Kollegen sorgt für eine sanfte Übergangsphase.
Fazit: Interne Entwicklung als Erfolgsfaktor
Unternehmen, die Mitarbeitenden echte Perspektiven bieten, reduzieren nicht nur ihre Fluktuation, sondern stärken auch ihre Arbeitgebermarke. Wer langfristig Talente halten will, sollte also nicht nur auf externe Bewerber setzen, sondern die internen Potenziale gezielt fördern.
Jetzt ist die Zeit, interne Karriereentwicklung als festen Bestandteil deiner Recruiting-Strategie zu etablieren!
FAQ: Häufige Fragen zur internen Karriereförderung
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Oft fehlt es an Struktur und klaren Prozessen für interne Mobilität.
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Durch transparente Karrierewege, gezielte Weiterbildungen und eine offene Unternehmenskultur.
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Kurzfristig kann es herausfordernd sein, aber langfristig stärkt es die gesamte Organisation.